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10,0 °C im Schnitt – nach drei Rekordjahren in Folge war 2025 "nur" das achtwärmste Jahr seit 1881 in Deutschland. Klang nach Atempause. Dann kam der Juni 2026: mit 41,8 °C ein neuer deutschlandweiter Allzeit-Hitzerekord, der zweitwärmste Juni seit Messbeginn – und das schon vor dem eigentlichen Hochsommer. Der Langzeittrend bleibt also ungebrochen: +2,5 °C seit 1881, deutlich mehr als im weltweiten Schnitt.
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Die Lehre daraus: Ein einzelnes (kühleres) Jahr ist keine Entwarnung, und ein einzelner Rekordmonat ist keine Überraschung – erst der Blick auf Trends, Referenzzeiträume und Methodik macht Zahlen wirklich aussagekräftig. Genau darum geht es auch in dieser Ausgabe: Wie kommen wir von rohen (Web-)Daten zu verlässlichen Erkenntnissen – und wie stellen wir sicher, dass auch KI-Systeme auf die richtigen, relevanten Informationen zugreifen? Unser Spotlight zeigt, wie ein ehrenamtliches Team aus 35.160 gescrapten Rohdatensätzen eine verlässliche Datenbank für die AWO gebaut hat. Beim Espresso Doppio mit Mirko Lange (27.08.) geht's um die Frage, ob sich sogar die demokratische Qualität von Debatten messbar machen lässt. Und im Workshop "Diskriminierung durch KI?" (20.08.) schauen wir, was passiert, wenn Trainingsdaten selbst verzerrt sind..
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Kurz: Ob Klima oder KI – gute Entscheidungen brauchen gute Daten und die Kompetenz, sie richtig zu lesen. Mehr dazu in dieser Ausgabe des Newsletter eiskalt für Euch serviert.
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Euer coolstes CDL-Team ever
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DATEN-Highlight
SAVE THE DATE: CDL Online BarCamp – Fokus KI und Gemeinwohl am 19. November, 9–13 Uhr | Online | Kostenlos
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Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp: Diesen Herbst laden wir zu einem weiteren BarCamp ein - diesmal online. Dem großen Interesse folgend legen wir den Fokus ganz auf Themen rund um KI und Gemeinwohl – von praktischen Anwendungsfällen über ethische Fragen bis hin zu konkreten Umsetzungserfahrungen aus der Zivilgesellschaft. Wie bei unserem Präsenz-Barcamp erwartet Euch ein vielseitiges Programm, das nicht von uns vorgegeben, sondern von Euch selbst gestaltet wird. Ihr bringt Eure Themen, Fragen und Erfahrungen mit ein – ob als eigene Session, als Diskussionsimpuls oder einfach als aktiver Teil des Austauschs.
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Ihr habt schon eine Idee für eine Session? Reicht sie gern schon jetzt über unser Padlet ein – der Call for Sessions läuft bereits.
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Weitere Informationen zum konkreten Programm und Ablauf folgen in Kürze. Jetzt gilt erst einmal: Termin blocken und anmelden, damit Ihr nichts verpasst – um den Rest kümmern wir uns.
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Fragen zum Barcamp? Meldet euch bei Hazem Adel: hazem.adel@caritas.de
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DATEN-Spotlight
Wie viel weiß eine Organisation eigentlich über sich selbst? Die zentrale Datenbank des AWO Bundesverbands mit rund 10.000 Einrichtungen klingt nach einer soliden Grundlage – doch veraltete Telefonnummern, tote Websites und falsche Kategorisierungen zeigen: Datenpflege ist hier keine rein technische Frage, sondern eine gesellschaftliche.
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Im Espresso-Talk "Wenn Daten altern: Was Webscraping für die AWO leisten kann" zeigten Julia Ostheimer (DSSG Berlin) und Lorenz Grünewald-Schukalla (AWO Bundesverband), wie 15 Ehrenamtliche aus 35.160 gescrapten Rohdatensätzen eine bereinigte, filterbare Datenbank mit fast 21.000 eindeutigen Einrichtungen bauten – deutlich mehr, als die AWO selbst erwartet hätte.
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Der Artikel zum Talk gibt eine praxisnahe Einführung ins Webscraping: was technisch möglich ist, wo rechtliche und praktische Grenzen liegen, und wie aus einer einmaligen Datenrettung ein laufender Dialog zwischen Automatisierung und manueller Pflege werden kann.
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Der Code des Projekts ist offen auf GitHub einsehbar – ein guter Einstieg für alle, die zeigen wollen, dass auch aus unperfekten Ausgangsdaten echter Mehrwert entstehen kann.
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Espresso Doppio mit Mirko Lange: Die demokratische Qualität von Debatten messbar machen?
Fake News, Verzerrungen, Polarisierung, hitzige Debatten – wie können wir uns da noch frei eine eigene Meinung bilden? Im nächsten kostenfreien Espresso Doppio am 27. August 2026, 12:00–12:45 Uhr stellt Mirko Lange, Gründer von Democracy Intelligence, den Democracy Score vor: ein datenbasiertes Bewertungsmodell, das öffentliche Aussagen nicht danach beurteilt, ob sie der eigenen Meinung entsprechen, sondern nachvollziehbar untersucht, wie sie mit Fakten, Argumenten, anderen Positionen und Emotionen umgehen. Technisch basiert der Score auf einer regelgebundenen Inhaltsanalyse: Mehrere KI-Modelle prüfen Aussagen anhand eines Codebuchs auf Manipulationstechniken – Methodik und Prompts sind dabei transparent dokumentiert und nachvollziehbar. Gemeinsam schauen wir uns an, wie Daten problematische Kommunikationsmuster sichtbar machen können, wo die Grenzen solcher Bewertungen liegen – und was das für unsere freie demokratische Meinungsbildung bedeutet.
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Wer vorab reinschauen möchte: FAQs zum Democracy Intelligence Score oder der Gastbeitrag von Mirko. Bringt Eure Fragen mit – im Anschluss ist Raum für Austausch und Diskussion.
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Diskriminierung durch KI? Umgangsstrategien finden
Wiederholung des vielbesuchten Workshops aus dem März. KI bekommt keine festen Regeln, sondern lernt aus großen Datenmengen. Und so kann sie auch Muster übernehmen, die ganze Personengruppen diskriminieren. Was das konkret bedeutet, schauen wir uns in diesem Workshop an – anhand verschiedener Anwendungsfälle und mit Fokus auf Trainingsdaten.
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Der interaktive, kostenfreie Workshop am Donnerstag, 20. August 2026 von 13:00 bis 15:30 Uhr bietet praktische Elemente wie das eigenständige Konzipieren von KI-Konzepten sowie die anschließende Diskussion möglicher Gefahren – plus Raum für Austausch mit anderen Teilnehmenden. Ihr benötigt keine Vorkenntnisse, der Workshop ist speziell für Einsteiger*innen konzipiert.
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Austauschtreffen: KI fürs Gemeinwohl praktisch
KI ja - aber verantwortungsvoll! Für viele zivilgesellschaftliche Organisationen ist KI aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Deshalb haben sie sich zusammengeschlossen und den Code of Conduct: Demokratische KI verfasst, der KI-Nutzung mit den eigenen Organisationswerten in Einklang bringen soll. Mit der Zeichnung des CoC ist es nicht getan: Wie können die acht Prinzipien in der alltäglichen Praxis verankert werden? Genau dieser Frage wird im monatlichen Austauschformat "KI fürs Gemeinwohl" nachgegangen. Im August im Fokus: die organisationsinterne Kommunikation. Wie finden wir mit dem Thema an den relevanten Stellen Gehör – etwa gegenüber Entscheidungsträger*innen? Welche Personen müssen wann zu welchen Entscheidungen einbezogen werden?
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Das Austauschformat richtet sich an alle, die gemeinsam an einem informierten und reflektierten Umgang mit KI in der Praxis zivilgesellschaftlicher Organisationen arbeiten wollen. Es ist offen für alle – bringt Eure Fragen und Erfahrungen gern mit!
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Bei Fragen meldet euch gerne bei Nevena Nikolajević: nevena.n@correlaid.org.
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Ausblick: "Gemeinsam machen 7"
Wie erreicht unser Wissen die Menschen, wenn KI dazwischen steht?
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Im nächsten „Gemeinsam Machen“ am Donnerstag, dem 15. Oktober von 9:30 bis 12:30 Uhr (online) möchten wir uns mit digitaler Sichtbarkeit im Zeitalter generativer KI beschäftigen. Gemeinsam diskutieren wir, welche Rolle NGOs übernehmen können, wenn Menschen immer mehr Fragen direkt an Chatbots und KI-basierte Informationszugangssysteme stellen. Gemeinsam wollen wir diskutieren: Wie machen wir verlässliches Wissen offen zugänglich – auch für KI-Systeme? Wie halten wir unterrepräsentierte Perspektiven sichtbar? Wie prüfen wir Aussagen kritisch und setzen uns für Transparenz, Vielfalt und gemeinwohlorientierte Standards ein?
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Meldet Euch jetzt an und bringt Eure aktuellen Projekte und Vorhaben mit – ob fertige Ansätze oder offene Fragen. Ihr bekommt Beratung und Feedback aus der Community - meldet Euch direkt bei uns unter mail@civic-data.de und stellt Euren Case für die gemeinsame Diskussion vor!
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Ausblick: Was wird aus digitalen Prototypen?
In Kooperation mit dem Weizenbaum Institut laden wir am 30. Oktober zu einem besonderen Workshop ein: Gemeinsam wollen wir erarbeiten, mit welchen Maßnahmen und Infrastrukturen wir dafür sorgen können, dass die Wirkung von digitalem Engagement (Civic Tech) langfristig erhalten bleibt - sei es durch die Bereitstellung der digitalen Produkte über den Prototypen hinaus oder durch die Sicherung von Erfahrungen und anderen Ergebnissen, die selbst nach Ende von Civic Tech Projekten erwiesenermaßen weiterwirken.
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Im Workshop tragen wir Erfahrungen aus Projekten zusammen und veröffentlichen diese in Form eine Whitepapers, an dem Ihr auch als Ko-Autor*innen mitwirken könnt. Die Anmeldung ist offen bis zum 30. September.
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CDL-EVENTS
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CDL-LIFEHACK
Du willst veranschaulichen (oder einfach mal selbst erleben), wie KI eigentlich trainiert wird? Mit der kostenlosen Teachable Machine von Google kannst du im Browser eigene Bilddaten sammeln – z. B. per Webcam – und live mitverfolgen, wie ein Modell lernt, verschiedene Kategorien zu unterscheiden. Keine Programmierkenntnisse nötig, perfekt zum Ausprobieren oder für Workshops.
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Trotz Urlaube, trotz Hitze, trotz Hundstage: wir sind für Euch da und freuen uns, wenn Ihr unseren Newsletter weiterempfehlt. Kein Abo, keine hitzigen Datenlücken, nur gute Inhalte zu Daten, KI und Zivilgesellschaft. 👉 Zur Anmeldung!
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Wir freuen uns über Euer Feedback, Eure Fragen,
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Eure Anmerkungen und alles, was Ihr uns sagen möchtet.
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Kontakt zum CDL Team
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