WebApp
WebApp
Erklärung
Synonyme & Übersetzungen
Deutsche Übersetzung: Web-Anwendung
Auch bekannt unter: WebApplication, Online-Anwendung
Definition
WebApps sind Software-Anwendungen, die direkt in einem Webbrowser (wie z.B. Firefox, Edge oder Chrome) laufen – ohne dass sie auf dem eigenen Rechner installiert werden müssen. Mithilfe der WebApp kann der*die Nutzer*in eine bestimmte Aufgabe durchführen.
WebApps werden heutzutage vorzugsweise mobile-first (de: “mobil zuerst”) entwickelt. Das heißt, es wird erst einmal darauf geachtet, dass die WebApp gut auf mobilen Endgeräten (Smartphones, Tablets) funktioniert.
Beispiele
Beispiele für WebApps sind unter anderem:
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der E-Mail Dienst GMail
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das Umfrage-Tool KoboToolbox
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online-wuerfel.de (Beispiel für eine einfache WebApp)
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Die interaktive Plattform Leerstandsmelder für mehr Transparenz über leerstehende Flächen
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Der “das steht dir zu” – Rechner der Caritas, mit dem man sich seine individuellen Leistungsansprüche berechnen kann
Wann sind WebApps für euch relevant?
WebApps sind dann relevant, wenn…
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… ihr eine Datenanwendung über den Browser zugänglich machen wollt.
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… die künftigen Nutzer*innen eurer Datenanwendung Zugang zu einer stabilen Internetverbindung haben. Diese ist Voraussetzung für die Nutzung von WebApps (es gibt allerdings auch die Möglichkeit, durch Zwischenspeicherung WebApps auch ohne dauerhafte Internetverbindung offline verfügbar zu machen).
Was sind die Implikationen von WebApps für euch?
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WebApps müssen im Internet gehostet werden, um sie Nutzer*innen zugänglich zu machen. Dafür benötigt ihr ggf. zusätzliche finanzielle Ressourcen.
- Dafür sind WebApps von jedem Gerät über einen Browser zugänglich (unabhängig vom Betriebssystem) und daher einfacher und damit auch günstiger in der Entwicklung als z.B. Desktop-Anwendungen.
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Für die eigene (Weiter-)Entwicklung und den Betrieb von WebApps sind meistens Kenntnisse in Programmiersprachen wie Python und Javascript nötig. Wenn ihr diese nicht habt, müsst ihr ggf. einen Dienstleister beauftragen, um den mittelfristigen Betrieb sicherzustellen.
- Wenn diese Kompetenzen vorhanden sind, hält sich der Aufwand für die Wartung und Aktualisierung von WebApps in Grenzen, da Anpassungen nur an zentralen Stellen gemacht werden müssen → alle Nutzer*innen greifen immer auf die aktuellste Version zu
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Bei selbst entwickelten WebApps liegen die Daten auf einem Server im Internet. Das bringt Anforderungen an Datensicherheit und -schutz mit sich.
Mehr zu WebApps
WebApps haben in den letzten 15 Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Viele Websites heutzutage sind WebApps.
WebApps folgen klassischerweise dem Server-Client Modell. Der Nutzer interagiert mit der Anwendung in seinem Browser (=Client). Der Input des Nutzers (z.B. Setzen eines Filters) wird an den Server geschickt, der wiederum Ergebnisse oder Inhalte zurückspielt (z.B. gefilterte Liste der Ergebnisse).
Verwandte Begriffe
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WebApps entgegengestellt sind die nativen Apps, die heruntergeladen und installiert werden müssen, z.B. aus dem AppStore für Apple-Geräte, dem Play Store für Android Geräte oder als Installationsdatei, z.B. für Microsoft Word. Anwendungen, die man auf einem Rechner installiert, nennt man Desktop-Anwendungen.
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Alle WebApps sind Websites, aber nicht alle Websites sind WebApps. Der Begriff Website umfasst alle Inhalte und Seiten, die unter einer Internetadresse (URL) aufrufbar sind. Da WebApps über eine Internetadresse aufrufbar sind, sind sie auch Websites. Websites werden aber nur als WebApps angesehen, wenn sie nicht nur statische Informationen darstellen, sondern besonders interaktiv sind und erweiterte Funktionalitäten beinhalten.
Weiterführende Materialien
Wenn du noch mehr über WebApps erfahren möchtest, schaue dir die folgenden Ressourcen an:
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What is a Web App? Web App vs. Native App (YouTube, en)
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Everything You NEED to Know About WEB APP Architecture (YouTube, en)